Jamboree

Interview Jamboree 2023 in Korea

Dori Wild Dori Wild 1. Dezember 2023
1. Dezember 2023 Jamboree Zuerst erschienen in: Klammer (1. Dezember 2023)

Dieses Jahr fand das alle vier Jahre stattfindende weltweite Pfadfindertreffen statt. Hierzu durfte ich mit Matthias und Florian von der Gruppe der Waschbären sprechen, die auf dem sogenannten Jamboree waren.

Sie erklärten mir, dass der Standort jedes Lager wechselt und das diesjährige in Südkorea stand. Dabei verbrachten sie insgesamt vier Wochen in Südkorea, wobei das eigentliche Lager zwei Wochen lang war und sie jeweils noch eine Woche davor und eine Woche danach haben.

Teilnehmen kann man nur einmal im Leben, nämlich im Alter zwischen 13 und 17 Jahren. Danach kann nur noch als Teamer:in an der Fahrt mitgefahren werden.
Die zwei Jungs erzählen mir, dass sie bereits zwei Jahre vor dem Lager in Ortsgruppen eingeteilt
wurden, welche „Units“ genannt werden. Mit dieser Gruppe sind sie dann auch vor und nach dem
Jamboree durch das Land gereist. So wurde sich in regelmäßigen Abständen vor dem Lager getroffen
und sich kennengelernt, aber auch durch Aktionen wie Kuchenverkäufe, Geld für die Fahrt gesammelt. Am 24.07 ging es für Florian und Mathias dann los nach Südkorea. Beide waren zuvor noch nicht in Korea gewesen und auch noch nie so lange von zuhause weg gewesen. In ihrer Unit reisten sie zunächst eine Woche durch Südkorea, besuchten Soul und Busan bevor sie dann am ersten
August auf das eigentliche Jamboree fuhren. Das diesjährige Jamboree in Südkorea ha e als Thema „Draw your Dream“.

Dazu gab es auf dem Lagerplatz verschiedene Angebote, wie auch Workshops. Der Lagerplatz war sehr beeindruckend, denn auf dem diesjährigen Jamboree gab es 42.300 Teilnehmer:innnen aus der ganzen Welt. Für Matthias war der Kontakt mit vielen Pfadfindern aus allmöglichen Nationen das Highlight der Fahrt. Es wurde sich über Ähnlichkeiten und Unterschiede bei den Pfadfindern, aber auch über Themen außerhalb der Pfadfinder unterhalten.

Leider musste das Jamboree aufgrund eines Typhons vorzeitig beendet werden, dass war aber für Florian überhaupt nicht schlimm, schließlich gab es tolles Ersatzprogramm. Die beiden erzählten mir, dass sie in einem Studentenwohnheim untergebracht wurden und dort Programm von den Studierenden bekamen. Besonders beeindruckend fand Matthias eine Tanzperformance der
Studierenden. Außerdem durften sie sich ein Konzert eines traditionellen koreanischen Orchesters anschauen. Nach den zwei Wochen ging es dann schon in das Nachlager wieder mit ihrer Unit. Sie durften sich noch einige Städte und Landschaften anschauen und verbrachten sogar ein Tag mit Mönchen in einem Tempel. Auf die Frage, ob sie planen beim nächsten Jamboree selbst als Teamer mitzufahren, antworteten beide ohne Zögern prompt: JA!